Sicherlich fragst du dich wer hier eigentlich schreibt. Wer ist diese Iris Menzer?

So einfach lässt sich diese Frage gar nicht beantworten. Aber ich versuch es mal.

Ich bin in Deutschland geboren und wuchs bei meinen Eltern als Einzelkind im Schoß einer Großfamilie auf. Da ich als Frühchen in diese Welt startete (ja, wer mich kennt, weiß ich habe es meist eilig, lach), war ich anfänglich sehr empfindsam und oft krank. Meine Oma väterlicherseits war das heimliche Familienoberhaupt, bei der sich alle trafen. Lange Zeit wohnten wir im Familienclan mit rund 20 Leuten unter einem Dach. Nun kommen wir zu einem interessanten Punkt. Meine Oma wuchs ihrerseits bei ihrer Oma auf, die eine Kräuterhexe und Hebamme ihres Dorfes war. So lernte auch ich viele Kräuter kennen und das Kartenlegen. Erst in der weiterführenden Schule erkannte ich so langsam das meine Familie ein wenig anders war. Klar wir hatten keinen deutschen Namen, aber wir arbeiteten, lebten und liebten wie jede andere Familie auch. Mir war eigentlich nur bewusst, dass wir sehr viel gemeinsam machten und die Ansichten der männlichen Vertreter meiner Familie sehr altbacken waren. Aber insgesamt hatte ich als Kind wohl deutlich mehr Freiheit als der Durchschnitt.

Ich liebte es bei schönem Wetter auf den Kuhwiesen zu tollen und gegen Riesen aus Wolken zu kämpfen. Für mich stand fest, ich werde die Welt verändern. Ich werde sie zu einem besseren und gerechteren Ort machen. Dann kam die Jugendzeit und alles veränderte sich. Ein Familienmitglieder, das für mich mit am prägendsten war, verunglückte tödlich und die Familie zerstreute sich langsam nach und nach. Ich verlor in dieser Zeit den Glauben an mich und die Welt. So heiratete ich sehr früh und stellte meine Bedürfnisse hinter die meines Mannes. Ich erlernte einen handwerklichen Beruf, der mir zwar lag, aber der mich unglücklich machte. Ich gab Nachhilfe, töpferte, malte, restaurierte Motorräder als Ausgleich, aber es half nichts. Ich gab nicht auf und so bildete ich mich weiter. Immer wieder wurde deutlich, dass meine Stärke in der Wissensvermittlung ist und so half ich meinen Mitstreitern. Ich landete in der Unternehmensberatungsbranche und blühte wieder auf.

Hier konnte ich die Welt zwar nicht verändern, aber Menschen wirklich helfen und das war ein echt tolles Gefühl. Das tolle Gefühl wurde noch getoppt durch die Geburt meines Kindes. Von da an konzentrierte ich mich völlig auf meine Familie und die Erziehung meines Kindes. So richtig mit Haus, Tieren, Garten, Ur- und Großeltern. Ich lebte einen kleinen Traum. Legte Gärten an, baute Ställe und Partyhütten. Doch nichts ist so beständig wie die Unbeständigkeit. Sterbefälle, Krankheiten und das zerbrechen meiner Ehe läuteten erneut einen Wandel in meinem Leben ein. Mittlerweile selbst gesundheitlich stark angeschlagen und von Depressionen gepeinigt hangelte ich mich durch alle möglichen Minijobs bis ich einen Punkt setzte und sagte Neustart.

Zum 47zigsten Geburtstag schenkte ich mir die Selbstständigkeit und hier bin ich, eine handwerklich sehr geschickte, Wissensvermittlerin mit dem festen Willen die Welt zu verstehen und zu verbessern.

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