Einschulung oder die Zeit des Vertrauens

Einschulung oder die Zeit des Vertrauens

Die Zeit verfliegt, gerade hat man noch Windeln gewechselt, den Trennungsschmerz im Kindergarten überwunden, schon klopft der Ernst des Lebens beim Einschulen an.

Mein Sohn macht gerade sein Abitur und ich beobachte etwas wehmütig die neuen Schulzugänge.

Ich erinnere mich noch ganz genau an die Sorgen und Ängste zum Schulanfang.

Es läuft nicht immer gerade im Leben, nicht alles wird so wie man es sich wünscht. Viele Ängste kommen in einem hoch beim Schulstart. Erinnerungen an die eigene Schulzeit, die vielleicht nicht immer rosig war. Die Berufswahl und man denkt vielleicht auch an den ein oder anderen Auszubildenden oder Praktikanten und möchte natürlich, dass es das eigene Kind mal besser, leichter hat. Und wer hatte nicht einen seltsamen Lehrer oder eine ungerechte Lehrerin? Wer kennt nicht Kinder, denen anscheinend alles nachgesehen wurde, weil die Eltern vielleicht Selbstständige oder hohe Beamte waren.

Auch ich konnte mein Kind nicht vor allem Unrecht in der Welt schützen. Aber im Großen und Ganzen habe ich es geschafft, dass mein Sohn seinen eigenen Weg geht. Ich möchte den interessierten Eltern meiner Leserschaft in diesem Beitrag ein wenig Mut machen und zur Gelassenheit raten.

Ein weiser Spruch im Internet besagt, dass es das Beste ist, seinem Kind Wurzeln und Flügel mitzugeben.

Übersetzt : Wurzeln & Flügel = Tradition & Bildung = Selbstwert & Selbstbestimmung

Ich habe oft im Kindergarten erlebt wie Eltern ihre Kinder massiv unter Druck setzten. Ihnen Richtungen vorgaben, ihre Freizeit völlig verplanten. Sicherlich gut gemeint. In einer inoffiziellen Runde der Eltern wurde ich gefragt, wie toll ich es finde, dass ihre Kleinen an so vielen Terminen und Veranstaltungen teilnahmen. Im allgemeinen dienten solche Runden um Anerkennung und Lob von anderen Eltern zu ernten. Es wurden Tipps und Tricks ausgetauscht, um die letzten freien Minuten der Kinder mit gut gemeinten Dingen auszufüllen. Meine Antwort auf diese organisatorische Meisterleistung fiel nicht zu der Befriedigung der Eltern aus.

Was war passiert? Eltern als auch Kinder waren völlig geschafft von ihren straffen Zeitplänen und Management. Sie versuchten ihren Kindern einen Vorteil zu verschaffen, weil sie dem Bildungssystem nicht vertrauten. Unbestreitbar ist, dass unser Bildungssystem verbesserungswürdig ist. Aber! Ich habe zu viele Kinder gesehen, die völlig verunsichert waren. Die Kinder hörten von ihren Eltern oder Großeltern etwas anderes als in der Schule. Wenn wir Kinder schon von klein auf verunsichern, wie können wir erwarten, dass sie selbstbewusste, eigenständige Erwachsene werden? Warum Kinder, die gerade in die Schule kommen direkt in ein Kriegsgebiet schicken, weil man sich mit der Schule und dem System anlegt. Auch die Schulen können das System nicht ändern.

Nun mein Tipp für Eltern zukünftiger Schulkinder:

  1. Schafft eine lernfreundliche Atmosphäre & Umgebung für euer Kind.
  2. Vertraut eurem Kind und ermutigt es Fehler zu machen. Nur durch Fehler lernt man und nicht durch zögerliches richtiges Raten.
  3. Gestattet eurem Kind Stärken und Schwächen. Was gibt es schlimmeres als Schwächen mühselig auszubügeln um dann von einem Berufsberater dorthin verdonnert zu werden.
  4. Seid verständnisvoll und habt immer ein offenes Ohr. Helft dem Kind nur, wenn es sich nicht selbst helfen kann. Vertraut ihm .
  5. Seid beständig und berechenbar für euer Kind.
  6. Liebt es bedingungslos und unabhängig von irgendwelchen Erfolgen, Niederlagen oder sonst etwas.

Abschließend möchte ich ergänzen, in unserer heutigen Zeit gibt es X – Wege um an ein Ziel zu gelangen. Es muss nicht immer der gradlinige sein.

Wie immer an dieser Stelle mein Produkthinweis zum Thema Einschulung.

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